Petrikirche

Die erste Orgel erhielt die Petrikirche im Jahre 1686/1690. Das Instrument wurde in den Werkstätten des Orgelbauers Spoltmann gebaut.

Nach dem Umbau 1870/72 bekam die Petrikirche eine neue Orgel aus den Werkstätten von Richard Ibach aus Barmen.

Erneut wurde die Kirche 1911/12 umgebaut. Albert Schweizer, der kurz zuvor die elsässisch-deutsche Orgelreform mitinitiiert hatte, entwarf die Disposition der dritten Petrikirchenorgel mit 3 Manualen und 39 Registern und hat in der Petrikirche an der Intonation gearbeitet. Dieses Instrument wurde von der Firma Dalstein & Haerpfer aus Bolchen bei Metz erbaut.

Nach Wiederaufbau der 1943 bis auf die Grundmauern niedergebrannten Kirche wurde die jetzige Orgel 1959 fertig gestellt. Sie wurde von der Berliner Orgelwerkstatt Karl Schuke nach Plänen von Siegfried Reda gebaut und verfügt über 59 Register, verteilt über 4 Manuale und Pedal. Elemente aus Renaissance, Barock und Romantik wurden mit Elementen neuerer Zeit zu einer modernen Orgel verschmolzen, die in ihrer Konzeption und Klangqualität zu einem der bedeutendsten Instrumente der ersten Nachkriegsjahrzehnte in Deutschland zählt und jüngst unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Das Instrument wurde 2001 von der Werkstatt „Manufacture d’Orgues Muhleisen“ in Straßburg saniert.

Nähere Informationen zum Thema finden Sie in der Festschrift zur Wiedereinweihung der Schuke-Reda-Orgel „Die Orgeln der Petrikirche in Mülheim an der Ruhr“.

Die Disposition der großen Orgel der Petrikirche können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Weitere Instrumente der Petrikirche:

Die Chororgel wurde 1995 von Georg Westenfelder aus Lintgen/Luxemburg für die Kreuzkirche erbaut, sie steht seit Jahresbeginn 2016 in der Petrikirche.
Die Disposition lautet:

Manual I
Gedeckt 16’
Principal 8’
Gambe 8’ (neu 2017, anstelle des Rohrgedackt 8′)
Octave 4’
Octave 2’
Mixtur 3fach, 1 1/3’
Krummhorn 8’

Manual II
Gedeckt 8’
Flöte 4’
Nasat 2 2/3’
Flöte 2’
Terz 1 3/5’
Quinte 1 1/3’

Pedal
Gedeckt 16’ (Wechselschleife mit dem Hauptwerk)
Principal 8’ (Transmission)
Octave 4’ (Wechselschleife mit dem Hauptwerk)
Krummhorn 8’ (Wechselschleife mit dem Hauptwerk)

Koppel II/I
Koppel I/P
Koppel II/P
Tremulant

Tonhöhe: a’ = 440 Hz.

Koppeln als Registerzüge

Die Disposition und Anordnung der Registerzüge können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Truhenorgel von Gerald Woehl 1989
Gedackt 8’ B/D
Flöte 8’ D (Holz, offen)
Prinzipal 4’
Gedacktflöte 4’
Oktave 2’

a‘ = 440 Hz, 415 oder 465 Hz.
Temperatur: gleichmäßig schwebend

Deutsches Druckwindharmonium ca. 1910/15 von Johannes Kewitsch, Berlin
B/D –Teilung bei e’/f’
mit vier Spielen: 16’, 8’, 8’, 4’, Expression
a’ = 443 Hz

Bechstein Klavier 2008
a’ = 443 Hz